Gefühle sind etwas ganz Schreckliches, dass musste ich gerade in diesem Moment wieder einmal feststellen. Ich bin zwar keine 14 Jahre mehr, doch mit meinem Herzen fühle ich nach wie vor so. Eigentlich müsste ich mit meinen Mitte 20 wesentlich reifer sein. Doch gelegentlich fühlte es sich nicht so an. Ich rügte mich bereits jetzt, dass ich zu dieser Studentenparty gekommen bin. Ich bin eigentlich auch viel zu Alt dafür. Obwohl ich noch Studentin bin. Doch ich hatte erst später mit dem Studium angefangen und war deswegen oftmals die Ältere. Dass ich älter war als die anderen bewies aber nicht, dass ich intelligenter war. Denn aktuell halte ich mich an meinem Weinglase fest, wie ein kleines Kind, welches sich fürchtet unter den vielen fremden Menschen. Dabei waren die wenigsten davon noch in der Lage einen anständigen Satz zu sprechen. Mein Blick haftete wie ein Hund auf seinem Herrchen. Doch mein Blick lag nicht auf meinem Herrchen, sondern auf dem Mann, dem ich seit Monaten hinterher laufe. Wie ein kleiner Teenager laufe ich Scott hinterher. Er war in meinem Jahrgang und eigentlich ein bis zwei Jahre jünger als ich. Doch schon vom ersten Moment an hatte ich eine gewisse Anziehung zwischen uns verspüren können.

Das Chaos der Gefühle

Ich wollte nicht zu meinen Gefühlen stehen

Ich traute mich einfach nicht ihm offen meine Gefühle mitzuteilen und hoffte immer wieder er würde es mal merken. Doch Männer merken sowas nicht. Denen kann man eine Gebrauchsanleitung für Frauen geben und trotzdem würden sie uns nicht verstehen. Das Chaos der Gefühle machte mich leicht verrückt und ich hatte wirklich zu tun mich auf mein Studium zu konzentrieren. Immer wieder wanderte auch während der Vorlesungen mein Blick in seine Richtung und ich ertappte mich dabei wie ich ihn sabbernd anschaute. Es war mir teilweise schon peinlich, doch ich konnte nicht anders. Dieser Körper, diese Statur und dieses Gesicht. Es war der Himmel auf Erden. Obwohl mich sein Körper und sein Gesicht und seine Statur mehr in die Hölle beförderten. Auch bei dieser Party konnte ich meinen Blick nicht von ihm wenden. Was für eine Verschwendung meiner Zeit, denn Scott blickte mich nicht einmal im Geringsten an. Ich stellte frustriert mein Weinglas ab um das Badezimmer aufzusuchen. Ich musste hier weg, sonst blieb ich noch den ganzen Abend auf diesen Idioten hängen. Mein Weg führte in den obersten Stock. Dort suchte ich das Badezimmer auf. Nach einigen Malen tiefem Durchatmen, verließ ich diesen geschützten Raum und lief direkt Scott in die Arme.

Ein Feuersturm der Gefühle

Ein Feuersturm der Gefühle

Als ich ihn erblickte lief mein Kopf feuerrot an. Ich versuchte mich wegzudrehen, doch Scott hielt mich siegessicher am Arm fest und drückte mich gegen eine Wand. Sein Blick war eindringlich, erotisch und zu gleich begehrend. Einen solchen Blick hatte ich noch nicht gesehen. Scott kam mir näher ohne, dass ich mich wehren konnte. Ich versuchte natürlich meinen Kopf zur Seite zu drehen, doch unsere Lippen trafen sich natürlich und ein Feuersturm der Gefühle fegte über meinen Körper und meine Seele. Scott seine Berührungen wurden eindringlicher, wie auch sein Kuss. Anstatt mich zu wehren ließ ich es geschehen. Es war mein Wunsch seinen Kuss zu erleben und zu genießen. Stapfende Füße, welche direkt die Treppe hinauf kamen unterbrachen unser Liebesspiel, gerade im falschen Moment. Scott seine Hand befand sich bereits unter meinem Oberteil. Er zog sie schnellstens zurück, als der den Störenfried erkannte und huschte die Treppe hinunter. Ich bliebe zurück, mit dem Chaos meiner Gefühle.